Parallelnetze
"
Das schwierigste an einer gesunden Lebensweise ist nicht das Durchhalten,
sondern dass man sich nicht mit seinen Mitmenschen verkracht:
Dass es nicht die Fahrkünste des anderen sind,
die einen das Fahrrad gegenüber seinem Auto bevorzugen lassen,
dass nicht der Mundgeruch des anderen Grund dafür ist,
dass man lieber Treppe läuft, statt Fahrstuhl zu fahren,
dass auch seine Feier nicht wichtig genug ist,
ausnahmsweise doch Alkohol zu trinken,
dass man die anderen durchaus leiden kann,
auch wenn man ihren Raucherpausen nicht beiwohnt oder gar mitraucht,
usw. usf.
"
Wir alle kennen das weltumspannende Netz der HTML-Seiten
mit seinen zahlreichen Informationen
für alle Wehwehchen und Wehwehwehchen.
Obwohl es unermesslich groß ist, so wissen wir doch,
dass es endlich ist.
Ist das alles? Sind wir darin hoffnungslos gefangen?
Werden wir daraus ausbrechen können?
Diese Frage bewegte die Philosophen jahrtausendelang.
Sie führte zu unvorstellbaren geistigen und technischen Anstrengungen
und konnte letztlich eindeutig,
aber auch sehr überraschend beantwortet werden.
Die Antwort ist 41,99! Ungefähr.
Was bedeutet diese Antwort?
Sie besagt, dass es Parallelnetze gibt.
Sie sehen aus wie das gewohnte WWW,
man kann sich in ihnen bewegen, wie im WWW,
und doch ist etwas anders.
Sehen Sie selbst!
Ich habe Zugänge zu diesen Parallelnetzen entdeckt
und stelle sie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung,
bevor sie irgendein Heini
patentiert und
sie nicht mehr frei genutzt werden können.
Tauchen sie in geheimnisvolle Welten ein!
Sie werden in beiden Sinnen des Wortes "übersetzen"!
Auf dem schnellsten Weg abtauchen
-
Saxophone
Dor Sachse muss de Worde säggseln,
gann nischd des Glanges Sorde wäggseln!
Eulenspiegel, Grand Prix de Eulovision
Die logische Konsequenz ist
Guhgel.
Auch dieser Übersetzer ist gewidmet den
Sachsen
aller Länder und Hautfarben,
den schwarzen, gelben, braunen,
roten, weißen und grünen
und natürlich
Jürgen Hart,
der viel zu früh seinen Schaukelstuhl verlassen hat.
-
Wenn der Bär grooved
-
Zungenblecher
-
Dra Chanasen mat dam Kantrabass
-
Klingti dasi nichti niedlichi?
-
Entfernt alle überflüssige Apostrophe und noch ein paar mehr
Schaut dazu auch in der
Apostroph-Gruselgalerie
vorbei!
-
Der Ehmulator möge uns noch lange an unseren Beinahe-Kanzler von 2002 erinnern
Eigentlich passt es nur zu dieser
Seite!
Lang lebe der Transrapid!
-
Der Monad Transformer wandelt das in Haskellkreisen berühmt-berüchtigte Wort Monad in etwas um, was harmloser klingt
SAHARA
(Sammlung der haufenweise registrierten Anfragen)
Wir leben heute leider in einer Zeit,
in der ein Zauberkünstler befürchten muss,
dass er von einem Zuschauer verklagt wird,
wenn er dessen Uhr vorübergehend wegzaubert.
Nun ist das Parallelnetz auch ein bisschen wie Zauberei,
und es gibt leider genug Zeitgenossen,
die mit dieser Art Unterhaltung nichts anfangen können
und daher lieber Abmahnungen in der Hoffnung auf Abmahngebühren verschicken.
Deswegen muss ich den Trick leider auflösen.
Wer mir rechtlich ans Bein pinkeln will, muss es lesen,
wer verstehen will, wie es funktioniert, kann es lesen,
wer sich einfach der Illusion hingeben will, lässt es bleiben.
-
Was ist ein Parallelnetz?
HTML-Seiten, die so modifiziert sind,
dass auch die Verweise wieder zu veränderten Seiten führen.
Wenn man also einem Verweis einer übersetzten Seite folgt,
landet man wieder auf einer übersetzten Seite.
Es entsteht so der Eindruck eines Netzes,
dass auf die gleiche Weise vernetzt ist,
wie das eigentliche weltumspannende Netz der HTML-Seiten
(engl. World Wide Web, kurz WWW),
nur mit übersetzten Inhalten.
Aus technischen Gründen können nur reine HTML-Verweise beachtet werden.
Manche HTML-Autoren halten sich für besonders schlau
und verwenden JavaScript um Verweise zu erzeugen.
Damit schließen sie Websuchdienste und eben auch unsere Übersetzer aus.
Auch Flash, PDF, Word-Dokumente und
andere Spielereien können nicht verarbeitet werden.
-
Was ist ein Parallelnetz nicht?
Ein echtes zweites Netz.
Allerdings kann für Suchmaschinen dieser Eindruck entstehen.
Wenn sie die Tips des Übersetzers im übersetzten Text missachten,
verrennen sie sich in zahllosen modifizierten Seiten,
die keinen neuen Inhalt zum WWW beitragen.
Das beschränkt sich nicht auf die handvoll Übersetzer,
die hier angeboten werden,
denn übersetzte Seiten können beliebig oft weiter übersetzt werden.
Jede HTML-Seite kommt also potentiell unendlich oft in Parallelnetzen vor.
-
Was ist Saxophone?
Ein Übersetzer vom Hochdeutschen ins Sächsische.
Dem liegt kein Wörterbuch zugrunde,
es werden lediglich typische Lautverschiebungen nachgeahmt.
Das hat den Vorteil, dass auch weniger geläufige Wörter übersetzt werden,
aber den Nachteil, dass der Übersetzer auch mal danebenlangt.
Übersetzt werden können nur reine Texte.
Bei vielen Web-Seiten-Autoren ist es beliebt,
sämtliche Texte als Grafiken darzustellen,
selbstverständlich ohne textuelle Bildbeschreibungen (ALT-Attribut).
Damit sind zwar der Gestaltung alle Möglichkeiten gegeben,
es setzt aber auch voraus,
dass der Autor Bildschirmauflösung, Sehschärfe und Zeichensatzvorlieben
des Lesers kennt,
welcher zudem nicht auf Vorlesen (Blinder)
oder Übersetzung (Nichtmuttersprachler) angewiesen sein darf.
-
Was ist Saxophone nicht?
Ein sprachwissenschaftlich fundiertes Wörterbuch Hochdeutsch->Sächsisch.
-
Gibt's das auch für andere Sprachen?
Neben Sächsisch haben wir
verschiedene künstlerische Verfremdungen der deutschen Sprache
im Angebot:
Kontrabasschinesisch, Löffelsprache, Ehmulator usw.
Da es schon mehrere Dumme mit dem gleichen Gedanken gab,
gibt es auch noch mehr Übersetzer.
Wer des Programmierens mächtig ist,
kann gerne selbst Übersetzer
programmieren,
die wir gerne in die Sammlung aufnehmen können.
-
Was ist Guhgel?
Saxophone angewandt auf Google.
-
Was ist Guhgel nicht?
Eine eigenständige Suchmaschine.
Eine Suchmaschine nebst Programmen zum Durchforsten des WWWs
erstellt man nicht einfach so nebenbei
und die Speicherkapazitäten für alle möglichen Seiten im WWW
sind auch nicht ganz billig.
Übersetzer zu schreiben ist schon knifflig genug,
und wie sich gezeigt hat,
reicht das bereits, um eine überzeugende sächsische Suchmaschine zu mimen.
Noch mehr: Jede Suchmaschine kann somit
zur sächsischen Suchmaschine umfunktioniert werden.
-
Werden übersetzte Seiten gespeichert?
Nein, die Wörter werden übersetzt,
wie sie von der Originalquelle geladen werden.
Das Programm ist so konzipiert,
dass immer nur die Daten im Speicher gehalten werden,
die aktuell zum Übersetzen benötigt werden.
Das Programm weiß also am Ende einer Seite nicht mehr,
was es am Anfang übersetzt hat.
-
Darf ich einen übersetzten Text in meine eigenen WWW-Seiten integrieren?
Für übersetzte Texte gilt das gleiche wie für die Originaltexte.
Die Originaltexte unterliegen dem Urheberrecht
und dürfen nicht einfach in andere WWW-Auftritte kopiert werden.
Durch Übersetzen (automatisches noch dazu)
verfällt das Urheberrecht nicht.
Will man Texte in seinen WWW-Auftritt einbinden,
egal ob übersetzt oder nicht,
muss man sich erst vom Autor des Inhaltes eine Erlaubnis einholen.
Anders sieht es aus, wenn man in seinen WWW-Auftritt
lediglich einen Verweis einbindet,
der auf den Übersetzer mit Argumenten zur Übersetzung einer anderen Seite verweist.
Folgt ein Benutzer einem solchen Verweis,
so wird der Übersetzer wieder aktiv und
übersetzt die angegebene Seite individuell für den betreffenden Leser.
Bei gleicher Eingabe kommt natürlich wieder das gleiche heraus.
Da sich ein WWW-Benutzer beim Folgen eines Verweises
nicht bewusst ist, dass er einen Übersetzer aufruft,
prangt auf der übersetzten Seite ganz oben ein entsprechender Hinweis.
Dieser lässt sich zwar entfernen, wir verraten aber nicht wie.
Wir beziehen nämlich die Prügel der Originalautoren,
die durch die Übersetzung ihre Rechte verletzt sehen,
weil Hauptbestandteil des Verweises die Adresse des Übersetzers ist.
Wer herausbekommt, wie man den Hinweis unterdrückt
und entsprechende Verweise verteilt, muss das selbst verantworten.
-
Jemand hat meinen WWW-Auftritt gehackt und verunstaltet!
Was kann ich tun?
Sind Sie sich sicher, dass das jemand getan hat?
Jeder kann Ihre HTML-Seiten kopieren und irgendwo ins Netz stellen,
auch modifiziert.
Wenn Sie Ihre HTML-Seiten in abgewandelter Form im Netz wiederfinden,
und Sie dies niemandem erlaubt haben,
hat jemand Ihr Urheberrecht verletzt,
aber nicht Ihren Rechner angetastet.
-
Wie kann ich mich dagegen wehren,
dass jemand meine HTML-Seite mit einem Übersetzer verunstaltet?
Geben Sie sie ihm nicht.
Wer HTML-Seiten ins Netz stellt, will offensichtlich,
dass sie gelesen werden.
Man kann es einem WWW-Nutzer kaum verbieten,
seine private Kopie einer HTML-Seite so zu bearbeiten,
wie es ihm Spass macht.
Lediglich verbreiten darf er eine solche Seite nicht
und er darf schon gar nicht die Seite als sein Werk ausgeben.
Wenn Sie einen Verweis auf eine Ihrer Seiten in übersetzter Form erhalten,
so kann es sich dabei auf einen Verweis auf einen Übersetzer handeln,
in dem dem Übersetzer die WWW-Adresse Ihrer HTML-Seite mitgeteilt wird.
Indem Sie eine solche Adresse in Ihren Browser eintippen,
starten Sie den Übersetzungsvorgang für sich.
Dafür, dass Sie sich Ihre eigene Seite übersetzen,
können Sie niemand anders verantwortlich machen.
Im übrigen bieten auch andere Firmen Übersetzungshilfen an,
zum Beispiel
Google.
-
Kann ich selber Übersetzer bei mir installieren?
Kein Problem, die entsprechenden Daten liegen unter
http://sourceforge.net/projects/parallelweb/ und
http://darcs.haskell.org/wraxml/.
Ein UNIX-Betriebssystem wird empfohlen,
der Umgang mit Haskell sollte bekannt sein.
-
Uff, das ist in Haskell geschrieben. Was ist das?
Haskell
ist eine rein funktionale, streng und statisch typisierte Programmiersprache
mit Bedarfsauswertung.
-
Bringt's das? Hätte man das nicht auch in Perl hinbekommen?
Die erste Version war in einer klassischen Skriptsprache namens
Python programmiert.
Die Erfahrungen damit
waren zunächst vielversprechend,
aber mit fortschreitendem Wachstum des Projektes unbefriedigend.
Die dynamische Typisierung machte es sehr unangenehm,
Datenstrukturen zu ändern und
außerdem war es schwer möglich,
die Erzeugung der Illusion eines Parallelnetzes
sauber von der Übersetzung der Inhalte zu trennen.
Ersteres ist für jede Übersetzung gleich.
Inzwischen wurde das Programm komplett in Haskell übertragen und erweitert.
Mit der Bedarfsauswertung ist es möglich,
das Programm sauber in zwei logische Schritte zu unterteilen:
Erst werden alle Verweise eines HTML-Dokumentes abgeändert,
dann werden alle Inhalte übersetzt.
Diese logische Trennung schlägt
sich aber nicht in der Ausführung des Programmes nieder.
Bei der Verarbeitung werden simultan Verweise geändert
und Inhalte übersetzt.
-
Sächsisch-Übersetzer? Hast du nichts besseres zu tun?
Doch, die anderen Übersetzer entwickeln. :-)
Technik
HTML-Seiten zu verarbeiten ist wie Stroh zu Gold zu spinnen.
Die im WWW angebotenen HTML-Seiten sind syntaktisch unter aller Kanone
und halten in der Regel keiner Prüfung stand.
An den Seiten wird solange herumgebastelt,
bis sie der bevorzugte Browser des Autors korrekt anzeigt
(erkennbar an den kleinen Bildchen
"Diese Seite ist optimiert für Lieblingsbrowser und Version des Autors
bei einer Auflösung von Auflösung des Bildschirms des Autors").
Hinweise auf Fehldarstellungen mit anderen Browsern oder
anderen Versionen des Lieblingsbrowsers werden damit abgetan,
dass der Leser sich gefälligst den passenden Browser besorgen möge.
Hinweise auf nicht-standardisierte Anweisungen im HTML-Code
werden damit abgetan,
dass der Standard leider gerade diejenigen Spielereien (noch) nicht unterstützt,
die der Autor so sehr mag.
Man sollte denken, dass die Zeit zum Programmieren eines Übersetzers
hauptsächlich in das Übersetzen selbst investiert wird.
Tatsächlich ist der Hauptanteil der Arbeit allerdings,
fehlerhaften Code irgendwie sinnvoll zu verarbeiten
und neueste Eigenheiten in HTML-Texten zu beachten.
Das Konzept von HTML war ursprünglich ganz einfach,
und dieses einfache Grundgerüst
sollte auch so etwas wie Übersetzungen sehr einfach machen.
Man muss gar nicht wissen,
ob eine Anweisung für Fettdruck oder eine Überschrift steht,
denn übersetzt wird der Text in beiden Fällen gleich.
Heute ist HTML alles andere als einfach.
Es ist ein Flickwerk von Erweiterungen,
mit der verschiedene Firmen ihre Wichtigkeit beweisen wollen.
Will man heute HTML verarbeiten,
schlägt man sich beispielsweise mit
- Zeichenkodierung: ISO-Latin, UTF-8, HTML entities
- Formulare
- GET- und POST-Anfragen
- MIME-Typen
- Style-Sheets
- Cookies
- JavaScript
- Java
- Flash und andere Plugins
- CData
- HTTPS
und anderen Fremdwörtern herum.
Eine große Hilfe beim Entwickeln des Online-Übersetzers
ist die HTML-Anleitung
Self-HTML.
Wenn sich doch nur ein paar mehr Autoren
an die dort gegebenen stilistischen Hinweise halten würden!
Die Übersetzer benutzen folgende Komponenten:
Die Übersetzer verrichten übrigens auf einem Rechner des politischen Providers
JPBerlin von
Heinlein-Support
ihre Dienste.
-
Das ganze Netz auf Schwäbisch
-
Hacker-Sprache
(nur mit JavaScript, warum auch immer :-( )
-
Rückwärts
-
Die haben irgendwie den Gag vergessen.
-
Das WWW im Gothic-Stil.
-
Die Übersetzungen von
Google
entbehren ebenfalls nicht einer gewissen Komik.
| Erstellt: | 2006-09-28 Henning Thielemann |
| Mit HSC verarbeitet seit: | 2006-09-28 |
| Zuletzt geändert: | 2007-11-09, 17:32 |
| Meinung des HTML-Prüfers: |
 |
| Seitenstatistiken: |
|
|
|
| Überwachungszustand: |  |
|
|
Hier noch ein paar schwachsinnige E-Mail-Adressen zur Fütterung von SPAM-Adresssammlern.
Die Adressen sind mit Hilfe von Markov-Ketten zufällig aus realen Namen
zusammengewürfelt
und existieren mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht.
|